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Los geht's

Inline Skating Schule HIS Hamburg

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Flink, flott und ganz schön flexibel: In Hamburg drücken die Seniorinnen und Senioren ganz schön aufs Tempo - sei es auf Inlineskates  oder an der Tischtennisplatte. Die Kombination zweier Sportarten sorgt bei Alt und Jung für Riesenspaß und Abwechslung.



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Vorher/Nacher Ansicht

Eine Gruppe, zwei Sportarten

Wer die Unisporthalle in Hamburg betritt, muss sich zwischen zwei Angeboten entscheiden. Einmal die Woche trainieren rund 40 Seniorinnen und Senioren sowohl auf Rollen als auch an der Tischtennisplatte.

(Per Mausklick lässt sich die Trennlinie nach links oder rechts bewegen bzw. ziehen. Zuvor links unten starten)

Tischtennis/Inline- Ansicht

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Zwei Männer machen vor einer Tischtennisplatte zusammen Gymnastik

Gegründet wurde der Bewegungswissenschaftsförderverein HIS bereits 1996.

Unter dem Motto "Fit ab 50? - Fit, geschickt und gewitzt bis 100!" entwickelten Bewegungswissenschaftler wie HIS-Vorsitzender und Uni-Dozent Volker Nagel an der Universität Hamburg Programme und Kurskonzepte,  die Wahrnehmung, Koordination, Gleichgewicht sowie Kraft und Ausdauer trainieren.

Gefordert sind bei dem ganzheitlichen Training für Ältere alle Sinne. Das sorgt für deutlich mehr Spaß, als eine bestimmte Übung an einem Gerät im Fitness-Studio immer wieder zu wiederholen.


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Volker Nagel: "Es entspricht dem, was Senioren im Alltag erleben"

Durch die situativen Sportarten Tischtennis und Inlineskaten lernen älter Menschen Alltagssituationen besser zu bewältigen, sagt der Bewegungswissenschaftler Volker Nagel.

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Interview Volker Nagel
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Eine Ballmaschine schießt Bälle auf eine Tischtennisplatte

Im hinteren Teil der Sporthalle spuckt die Ballmaschine im Sekundentakt die gelben Bälle aus. Ziel der Übung ist es, die Vorhand zu umlaufen.

Die Spielerinnen und Spieler müssen schnell reagieren, die Flugbahn des Balles wahrnehmen und sich in die richtige Position bringen.

Der Effekt: Die Beine werden flinker. Und das bringt auch im Alltag was.

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Michael von Münchhausen: "Natürlich hatten wir am Anfang ein paar Blessuren"

Der 76-jährige Michael von Münchhausen erzählt von seinem Gleichgewichtstraining während der Nassrasur.

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Ein ältere Mann spielt Tischtennis in einer Sporthalle

Michael von Münchhausen ist von Beginn an dabei, zuerst beim Inlineskaten und jetzt beim Tischtennis. Gemeinsam mit seiner Frau nimmt er dafür sogar die rund dreistündige Fahrt hin und zurück zum Training in Kauf. Der Sport fängt für ihn aber bereits morgens im Badezimmer an.


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Ein Mann trainiert auf einem Kreisel sein Gleichgewicht

Auf einem Bein stehen ist für die Gruppe kein Problem. Der Gleichgewichtssinn der meist über 80-Jährigen ist top.

Langzeitstudien der Universität Hamburg zeigen, dass die Seniorinnen und Senioren ihr Gleichgewichts-Niveau durch das regelmäßige Training halten konnten beziehungsweise sogar verbessert haben.

Das zeigt sich in der Halle ebenso wie draußen im Winter, wenn die HIS-Sportler auf Langlaufski umsteigen.



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"Ich habe wieder Spaß an der Bewegung"

Michael von Münchhausen hat wieder Spaß an der Bewegung bekommen und lernt mittlerweile sogar die Langlauf-Skating-Technik.

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Die Teilnehmer der Inline-Gruppe fahren durch die Halle und versuchen Bälle aus einem Einkaufswagen zu nehmen

Um Spaß geht es auch in der anderen Hallenhälfte. Etwa drei Dutzend Männer und Frauen skaten hier lachend in voller Schutzmontour mit Einkaufswägen und Bällen flink durcheinander. 

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Dieter Simon: "Das ist ein Gefühl von Freiheit"

Der 85-jährige Dieter Simon ist der älteste Skater in der Gruppe. Er  genießt es, auf Rollen durch die Sporthalle zu cruisen. Skaten fühle sich an wie fliegen, sagt er.

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Inlinskater fahren im Slalom um Pylonen

Die Seniorinnen und Senioren lernen durch Übungen wie Slalomfahrern die eigene Geschwindigkeit und die der Anderen richtig einzuschätzen. 

Wer Gefahren frühzeitig erkennt und entsprechend darauf reagiert, minimiert so das Risiko von Stürzen und Zusammenstößen.

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Eine Frau auf Inlinern wirft einen Ball in einen Einkaufswagen einer anderen Teilnehmerin der Gruppe

Kursleiterin und HIS-Geschäftsführerin Katharina Burdorf baut deshalb immer wieder spielerischen Aufgaben in das Training ein. Es geht dabei immer darum, den Überblick zu behalten und die Bewegungen im Raum richtig einzuschätzen.

Ihre Schützlinge haben sichtlich Spaß, kreuz und quer mit den Einkaufwagen durch die Halle zu sausen, während andere versuchen, ihnen die "Zitronen" zu stehlen.

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Katharina Burdorf: "Es geht um die frühzeitige Einschätzung von Bewegung"

Kursleiterin und HIS-Geschäftsführerin Katharina Burdorf erklärt wie sich die Bewegungsaufgaben auf den Straßenverkehr übertragen lassen. 

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Eine Frau auf Inlinern steht in einer Sporthalle neben einem Einkaufswagen mit Bällen und spricht zu einer Gruppe aus Männern und Frauen

Während die Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse aus der Arbeit mit der Gruppe ziehen, hat die ihren Spaß. Sei es bei den regelmäßigen Übungseinheiten oder bei Ausflügen auf Skates, mit Tretrollern oder bei Skilanglauf-Kursen in Norwegen.

Von Anfang an dabei ist Übungsleiterin Katharina Burdorf. "Ich bin mit der Gruppe alt geworden", sagt sie und ist immer noch begeistert, "wie knackig" ihre Schützlinge sich halten: "Das ist ein tolle Gemeinschaft".

In diesem hohen Alter noch so fetzige Sachen zu machen, sei schon etwas Besonderes. 

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Dieter Simon: "Hier wird versucht, dass was man kann, zu erhalten"

Dieter Simon über die "Quasselgruppe", bei der es absolut nicht um Leistung geht.

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"Deutschlands coolste Seniorensportgruppe" kommt aus dem Schwarzwald

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Walter Schneeloch (DOSB) und der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering überreichten gleich zwei Preise an die Hamburger Inline- und Tischtennisgruppe.
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Es gibt jede Menge besondere und coole Gruppen in Deutschland, in denen Ältere gemeinsam Sport treiben. Doch welche ist die coolste dieser Gruppen? Das wollte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wissen und lobte gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einen Preis für diese Gruppen aus.

Mehr als 300 Bewerbungen 

Die Resonanz auf den Wettbewerb war riesig und die Jury hatte keinen leichten Job aus der Fülle der Einsendungen fünf Siegergruppen zu benennen. Von Bewerbungen in Reimform, über die Aufzählung der Anzahl der erneuerten Hüftgelenke bis hin zu ausgefallenen Sportarten hatten sich die Kandidaten einiges einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit der Jury zu gewinnen.

Kein leichter Job für die Jury 

"Auch wenn die Entscheidung aufgrund der vielen sehr guten Bewerbungen alles andere als leicht war, finde ich, dass wir großartige Gewinner gefunden haben, die für einen attraktiven Sport der Älteren stehen", kommentierte die Olympiasiegerin von 1972, Heide Ecker-Rosendahl die Jurysitzung am 13. März bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) in Bonn.

"Die Bandbreite und Anzahl der Bewerbungen sind schon außergewöhnlich. Sie zeigen die Popularität und Vielseitigkeit des Sporttreibens bis ins höchste Alter auf. Damit wird deutlich, dass das Thema schon längst in den Vereinen angekommen ist und immer mehr Ältere aktiv und bewegt leben", sagte DOSB-Präsident und Jurymitglied Walter Schneeloch.

Fünf Sieger stehen fest 

Als Deutschlands coolste Seniorensportgruppe wurde am 28. Mai 2018 beim Deutschen Seniorentag in Dortmund das Tai Chi Zentrum Yuin So Wolkenhand e.V. in Bühlertal ausgezeichnet. Zweiter wurde der Hamburger Verein StadtFinder/ Forum Spielräume e.V, den dritten Platz belegten die Inline-Skater und Tischtennisspieler des Bewegungswissenschaftsförderverein der Universität Hamburg. Üben den vierten Platz konnte sich die inklusive Tanzgruppe des Magdeburger SV freuen, den fünften Platz belegten die Boxer Dortmunder Boxsport 20/50.

Publikumspreis geht nach Hamburg

Bei einem zweiwöchigen Online-Voting der fünf Siegergruppen setzten sich zudem die Inline-Skater und Tischtennisspieler des Bewegungswissenschaftsförderverein der Universität Hamburg durch. Die Preise an die Gruppen wurden von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey vor großer Kulisse überreicht.

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Walter Schneeloch (DOSB) und der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering überreichten gleich zwei Preise an die Hamburger Inline- und Tischtennisgruppe.
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